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Erde oder Hydro?!
Eine Frage so alt wie die Hydrotechnik selbst, und doch ist es doch jedem überlassen
seine Erfahrungen zu sammeln und selbst zu entscheiden.
Erde ist das natürlichere Substrat, in welchem bei richtiger Pflege auch unterstützendes
Bodenleben vorkommt. Da die Erde Nährstoffe enthält ist ein Düngen anfangs nicht notwendig.
Später wird abwechselnd Wasser und Düngerlösung gegossen.
Ein weiterer Vorteil ist der angenehmere Geschmack von Früchten und Kräutern.
Bei der Hydrotechnik wird ein neutrales Substrat verwendet, in welchem keine Nährstoffe
enthalten sind. Dadurch müssen diese bei jeder Gießung mitgegeben werden. Ein Spülen mit
klarem Wasser sollte alle zwei Wochen vorgenommen werden.
Die Vorteile der Hydrotechnik sind die automatisierte Bewässerung und die Vermeidung
lästiger Insekten, welche bei Erde unvermeidlich sind.
Außerdem erspart ihr euch allgemein den Umgang mit erdigen Material sowie dessen Transport.
Erdtips
Überprüft die Erde bevor ihr sie benutzt auf Konsistenz und Feuchtigkeit.
Sie darf nicht zu locker und auch nicht zu fest sein. Fügt je nach Bedarf festere Erde
oder lockeres Material wie Perlit oder Vermiculit hinzu.
Die Erde darf nicht staubtrocken sein aber auch nicht tropfnaß. Feuchtet sie an oder
fügt trockenere Erde hinzu.
Achtet darauf, daß die Erde beim Einsetzen/Umtopfen leicht angedrückt wird, damit die
Pflanze halt hat und die Wurzeln genügend Kontakt mit dem Erdreich.
Grabt die Erde regelmässig um, damit genug Luft zu den Wurzeln gelangt.
Gießt kräftig aber nicht oft. Der Boden sollte angetrocknet sein und der Topf relativ leicht.
Ob die Erde noch genug Feuchtigkeit enthält könnt ihr auch mit euren Fingern erspüren.
Steckt euren Finger bis zum ersten Gelenk in die Erde und sorgt dafür, daß etwas Erde unter
euren Fingernagel gelangt. Fühlt sie sich dort kühl an so ist sie noch feucht und ihr
solltet noch nicht gießen. Ist die Erde unter dem Fingernagel warm dann ist es wahrscheinlich
Zeit zu gießen.
Hydrotips
Achtet bei eurem System auf Dichheit und Zuverlässigkeit!
Egal ob Tropfbewässerung, Ebbe/Flutsystem oder Fließtisch, ein Wasserschaden ist immer
besonders ärgerlich. Nehmt stabile Behälter als Wassertank und baut einen Überlauf ein,
über den überschüssige Gießlösung wieder zurück in den Tank fließt.
Verwendet zuverlässige Zeitschaltuhren mit Minutenintervallen und überprüft die Schaltzeiten
nach dem Einstellen ein zweites Mal.
Spült das Hydromaterial alle zwei Wochen mit klarem Wasser, welches ihr vorher PH-mässig
eingestellt habt. Am besten von oben, damit die überschüssigen Salze abgewaschen werden
und über den Abfluß in einen extra Behälter fließen. Dazu hängt den Abflußschlauch während
des Spülens in einen passenden Kübel. Lasst alles Wasser abfließen und entsorgt den Inhalt.
Achtet darauf, daß das Substrat nicht ständig zu feucht ist. Dies ist schlecht für den
Stoffwechsel der Pflanze und fördert das Algenwachstum. Außerdem siedeln sich dann
unweigerlich Trauermücken an und fressen an den Wurzeln.
Probiert je Größe der Pflanzen verschiedene Bewässerungszeiten und beobachtet das Substrat
vor dem nächsten Gießen.
Bevor es wieder gewässert wird sollte es fast trocken sein, jedoch nicht total austrocknen.
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